Gründungsgottesdienst der Petrusgemeinde am 31. Januar

veröffentlicht 28.01.2026, Dekanat Worms-Wonnegau

Zehn Gemeinden im südlichen Wonnegau bündeln ihre Kräfte

Zwölf Kirchen, vier Pfarrer:innen, zwei Gemeindepädagoginnen, fünf Verwaltungskräfte – eine Kirchengemeinde: Mit der Gründung der „Evangelischen Petrusgemeinde Südlicher Wonnegau“ schließen sich die folgenden zehn Kirchengemeinden zusammen: Dalsheim-Bermersheim-Gundheim, Hohen-Sülzen, Kriegsheim, Monsheim, Mörstadt, Niederflörsheim-Mölsheim, Offstein, Wachenheim, Worms-Heppenheim, Worms-Horchheim-Weinsheim-Wiesoppenheim. Gefeiert wird dies mit einem Gottesdienst am 31. Januar um 15 Uhr in der evangelischen Kirche Dalsheim.

Hintergrund: Der Reformprozess ekhn2030
Dass sich Kirchengemeinden neu organisieren und entweder fusionieren, wie jüngst die evangelischen Kirchengemeinden in Worms, oder sich, wie nun im südlichen Wonnegau, zu einer Gesamtkirchengemeinde mit gemeinsamer Verwaltung zusammenschließen, geht auf den Reformprozess ekhn2030 der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zurück. Ziel ist es, personelle Kräfte zu bündeln und Verwaltungskosten zu senken. Diese Maßnahmen sind notwendig auf Grund des Mitgliederschwundes und des damit einhergehenden Rückgangs von Kirchensteuereinnahmen, sowie im Hinblick auf den Mangel an Nachwuchs, insbesondere im Pfarrdienst.

Der Name: Inspiration aus dem ersten Petrusbrief
Eine Inschrift an einer Wand im Gustav-Adolf-Saal der gleichnamigen Kirche in Horchheim lieferte die erste Idee zum Namen der neuen Gemeinde. Das dortige Zitat aus dem ersten Petrusbrief fanden die Pfarrerinnen und Pfarrer um Franziska Endres, Inge Beiersdorf, Dominik Koy und Mareike Stübing so treffend, dass es als Präambel Eingang in die Satzung gefunden hat. "Dienet einander mit der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat (1. Petrus 4,10)."

Vielfalt als Stärke – der Weg zur gemeinsamen Gemeinde
"Oft haben wir uns im Verkündigungsteam gefragt, wie wir die verschiedenen Gemeinden, die unterschiedlichen Kulturen und Zukunftsbilder von Kirche zusammenbringen können", schildert Pfarrer Koy, stellvertretender Vorsitzender des neuen Gesamtkirchenvorstandes, den Prozess. Von vielen Seiten habe es ein unglaubliches haupt- und ehrenamtliches Engagement gegeben, das Mut gemacht habe, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen." Aber Verschiedenheiten können sich manchmal auch zu einer scheinbar unlösbaren Aufgabe auftürmen", so Koy weiter. "Doch der Vers aus dem 1. Petrusbrief wechselt die Perspektive und stellt die Vielfalt nicht als Überforderung, sondern als Gabe dar." Hinzu käme, dass die historischen Adressaten des 1. Petrusbriefes ganz konkret auf Gegenseitige Hilfe angewiesen waren. "Theologisch, kontextuell und dazu mit einer ehemaligen katholischen Petruskirche in Worms-Heppenheim auf dem Gemeindegebiet fanden wir das alles sehr treffend. Jetzt sind wir einfach nur froh und dankbar, durchstarten zu können." Der Gründungsgottesdienst sende das richtige Signal dazu.

Dank und Anerkennung für den gemeinsamen Weg
„Die Einführung des Gesamtkirchenvorstands und des Verkündigungsteams im Rahmen des Gottesdienstes zur Gründung der Petrusgemeinde erfüllen mich mit großer Dankbarkeit“, so Jutta Herbert, Dekanin des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau. „Der Weg dorthin war geprägt von viel Arbeit, Geduld und gegenseitigem Vertrauen.“ Allen, die sich mit Zeit, Kraft und Engagement eingebracht haben, sei sie sehr dankbar, so Herbert.

Der neue Gesamtkirchenvorstand: Verantwortung für die Zukunft
Der Gesamtkirchenvorstand der Petrusgemeinde besteht aus 20 Personen, jeweils zwei aus den bisherigen zehn Kirchengemeinden, sowie den vier Pfarrpersonen, den Vorsitz hat Armin Görisch inne: „Der Gesamtkirchenvorstand der Petrusgemeinde hat sich bis zur Neuwahl im Jahr 2027 vorgenommen, dem Verkündigungsteam die Voraussetzungen zu schaffen, das kirchliche Leben zukunftsfähig zu gestalten. Es gilt, vier Gemeindebüros und zehn ehemalige Kirchengemeinden mit den zur Verfügung stehenden (digitalen) Hilfsmitteln, zu integrieren. Bürokratie darf der Zukunft nicht im Wege stehen.“

Zentrale Verwaltung an zwei Standorten
Die Verwaltung der Petrusgemeinde erfolgt über das zentrale Gemeindebüro in Monsheim (Hauptstr. 71, Tel. 06243 / 238) sowie über ein weiteres Büro in Horchheim (Obere Hauptstraße 23, Tel: 06241 / 33209). Beide Büros sind erreichbar über Petrusgemeinde.suedlicher-wonnegau(at)ekhn.de